"> Der Name

JOLI AME - was bedeutet das?

Die Geschichte dieses Schiffsnamens


Streift man durch Yachthäfen und liest die zahllosen Namen von Booten, kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Was für eine Vielfalt, was für Irrungen und Wirrungen!

Eine beliebte Variante im Namenspiel nutzt die ersten Buchstaben der Vornamen aller Familienmitglieder. Daraus entstehen dann zwar möglicherweise wohlklingende, aber völlig sinnentleerte Wortneuschöpfungen.

Okay, probieren wir trotzdem mal aus, was dabei heraus kommt. "MaMeJoLi" wäre die chronologische Aneinanderreihung der beiden Anfangsbuchstaben der Vornamen unserer vier Kinder. Ein sinnentleertes Kunstwort.
Aber so ganz lässt die Idee uns nicht los. Wir kombinieren weiter.

Und siehe da: Joli oder Jolie aus dem Französischen heißt "hübsch". Weil der betreffende Vorname kein "e" enthält, bleibt es bei "Joli". Eigentlich wäre die logische Fortsetzung "Mame". Heißt auf Französisch "Mutter" oder "Großmutter". Zuviel der Ehre, meint meine Frau. Was wäre, wenn sich die beiden Kinder das M in der Mitte teilen? Âme ist Französisch für "Seele, Geist", vielleicht vom lateinischen Wortstamm "anima". "Hübsche Seele" - nicht schlecht. Klingt gesprochen: Dschohli Ahm.

Hat das vielleicht in einer anderen Sprache noch eine andere Bedeutung? Treffer: In einem indischen Dialekt, der auch in amerikanischen Familien mit indischen Wurzeln gesprochen wird, bedeutet "Joli ame" = "lustiges Wir". Passt doch wie Faust auf's Auge. Ist gebongt! Ausgesprochen: Dscholly Amée.

Wir wählen die kombinierte Aussprache: Dschohli Ahmée
Buchstabiert im Sprechfunkalphabet: Juliett Oscar Lima India Space Alpha Mike Echo

Der Heimathafen

Gibt es da irgenwelche Vorschriften? Lange Internetrecherche, Leute gefragt, kaum Ergebnisse. Der Heimathafen soll Auskunft darüber geben, wo das Schiff zuhause ist, also wo man jemanden findet, dem das Schiff gehört. Bei den dicken Pötten stehen auffällig oft Städte in Steueroasen drauf - ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Meist hat das Schiff diesen Hafen niemals gesehen.

Es muss ein "schiffbarer Ort" sein, also eine Stadt, die man mit dem Schiff erreichen kann bzw. könnte. Basel zum Beispiel ist also durchaus möglich.

Na gut, Hannover, in dessen Speckgürtel wir wohnen, kann auf dem Mittellandkanal tatsächlich mit dem Schiff erreicht werden. Klingt aber doch irgendwie ein bisschen popelig, wie nicht wirklich zur Seefahrtsgemeinde gehörig.

Meine Frau ist in Bremerhaven geboren und die ersten Jahre aufgewachsen. Meine Schwiegermutter besitzt dort eine Wohnung, von deren Balkon man direkt auf die Marina im Neuen Hafen herunter blickt. Wir haben mal bei der Hafenmeisterei nach einem Liegeplatz gefragt. "Warteliste mit über 60 Einträgen! Ich kann Sie gern mit draufschreiben, aber machen Sie sich auf eine Wartezeit von drei Jahren gefasst." Ach so. Na denn tschüss. Vielleicht später mal...

Der Skipper
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